Regenwald

Auf einer traumhaften Öko-Lodge lernst du zu Fuß und zu Pferd den primären Regenwald kennen und damit den Lebensraum von Tausenden von Tieren und Pflanzen. Deine freiwillige Mitarbeit ist gefragt bei der Säuberung und Anlegung von Waldwegen sowie bei der Betreuung von Gästen der Lodge. Du lernst die Arbeit der 'guardabosques', der Waldwächter kennen und Du erfährst über das Wasserschutzprojekt dieser Lodge, durch das ca. 70.000 Menschen in der Umgebung von Limón an der Karibikseite Costa Ricas Trinkwasser zur Verfügung gestellt wird.

Deine Aufgaben

  • Säuberung und Anlegung von Waldwegen
  • Anfertigen von Wegmarkierungen
  • Patroullien im Wald, Inventarisierung des Waldgebietes nach Baumbestand, weiteren Pflanzen, Tieren und Futterbedingungen
  • Wiederaufforstungsarbeiten, Anpflanzungen
  • Müll im Wald einsammeln
  • Wildererstationen aufdecken
  • Stall- und Pferdepflege
  • administrative Aufgaben und Betreuung von Gästen der Lodge
  • Begleitung der Gäste bei Exkursionen

Du solltest mitbringen

  • ein Mindestmaß an körperlicher Fitness, da die Arbeit durchaus anstrengend ist; Freude am 'Zupacken'
  • spanische und englische Sprachkenntnisse; Kurse sind auch über first hand buchbar
  • Interesse am Aufenthalt in der Abgeschiedenheit (das nächste Dorf ist 30 km entfernt)
  • Naturverbundenheit und Abenteuerlust
  • Interesse am Umgang mit Pferden wäre wünschenswert
  • Gummistiefel für die Arbeit werden gestellt - sind aber nicht unbedingt immer in der genau passenden Größe vorhanden; es können auch eigene Gummistiefel mitgebracht werden

Projektort

Die Lodge liegt 35 km südwestlich von Limón an der Karibikseite Costa Ricas und grenzt an den Nationalpark La Amistad. Siehe Projektstandorte auf der Startseite - Standort Bananito. Die 'trockensten' Monate sind September, Oktober und Januar.

Projektvideos

Erfahrungsberichte

Paula B. (19) aus Seelze, Juli - September 2016

"Nach meiner schnellen Zeit im Tierrettungsprojekt war ich für drei Wochen bei Jürgen in seiner Selva Bananito Lodge. Die Lodge liegt mitten im Regenwald und bis zum nächsten Ort ist es ein gutes Stück entfernt. Dennoch war das absolut kein Problem für mich: die Mitarbeiter und Guides in der Lodge sind super herzlich und offen gewesen. Ich war wirklich schnell in dieser „Familie“ aufgenommen und habe mich pudelwohl gefühlt. Auch mit dem Chef, Jürgen, habe ich mich sehr gut verstanden und ebenso mit den ständig wechselnden Touristen vor Ort. Die Zeit in der Lodge hat mir von allen Projekten am Besten gefallen. Meine Aufgaben dort waren sehr vielfältig. Ich habe die Touristentouren mit begleitet oder mit den Pferden geholfen, ich habe eine Hauswand bemalt und ab und zu in der Küche oder an der Bar ausgeholfen. Natürlich habe ich mich auch um die neu eingepflanzten Bäumchen für die Wiederaufforstung gekümmert: Die müssen regelmäßig von Unkraut befreit und mit Wasser versorgt werden. Mein Highlight in dem Projekt war der Tragschrauberflug, den mir Jürgen (er ist Pilot) am Ende meiner Zeit geschenkt hatte. Das werde ich wohl nie vergessen. Diese Zeit habe ich wirklich genossen. Das Leben mitten im Regenwald war super und die verschiedenen Touren zu begleiten hat mir echt Spaß gemacht. In diesem Projekt habe ich einfach ganz besonders die Leute in mein Herz geschlossen."

Leon B. (20) aus Bad Kreuznach, Juli 15 - April 16

"Die restlichen zwei Monate war ich jeweils einen Monat in einer Dschungellodge und in einem Schildkrötencamp tätig. ... in der Lodge verschiedenste Arbeiten im Regenwald und die Mithilfe bei einem Projekt mit Kamerafallen zur Observation von Wildkatzen bedeutete, war ich vor allem in der Lodge auch in anderen Bereichen wie der Betreuung von Touristen, dem Transferfahren und dem Organisieren und Helfen von Touren für die Besucher tätig und habe somit viele neue Dinge über mich selbst und meine Fähigkeiten lernen können.
Ich kann von meiner Seite aus also jedem raten, der nach der Schule noch nicht weiß was er machen soll, oder der irgendwann Zeit findet und Lust auf ein Abendteuer hat, die Reise nach Costa Rica anzutreten und die beste Zeit seines Lebens zu haben!! Das einzige was ich euch rate, besorgt euch ein Rückflugticket bevor ihr ankommt, sonst könnte es passieren, dass ihr für immer dableibt."

Alena R. (24) aus Österreich, Juli – August 2015

"Drei einzigartige Wochen durfte ich auf der Selva Bananito Lodge im Herzen des Regenwaldes in Costa Rica verbringen. Meine Intention dahinter war vor allem meine Studienrichtung, um neben den theoretischen Grundlagen auch Praxiserfahrung zu sammeln. Besonders die Wiederaufforstung, welche hier in der Lodge betrieben wird, spielt eine wichtige Rolle bei der Reduzierung des weltweit ansteigenden CO2 Ausstoßes. Unsere Aufgaben bestanden vor allem darin Bäume zu pflanzen, Samen zu setzen und die gesetzten Bäumchen u.a. von Gras frei zu halten. Außerdem begleiteten wir Touristen auf Ausflügen und bei Aktivitäten, wie zum Beispiel Ausritten ins Gebiet oder beim Ziplining. Auch die Versorgung der Pferde war eine unserer Tätigkeiten. Tagwache war immer sehr zeitig in der Früh. Die Arbeitszeit lag bei sechs Stunden, daher hatte man am Nachmittag frei. Für mich persönlich war diese freie Zeit sehr entspannend, ich kann mir aber vorstellen, dass die Abgeschiedenheit und Einsamkeit für manche auch eine Herausforderung sein kann. Zum Teil war die Arbeit wegen des Klimas - entweder schwüle Hitze oder Starkregen - sehr anstrengend, aber eine gute Alternative zum Studium. Alles in allem hat mir das Volontariat sehr gut gefallen und war auf jeden Fall eine tolle Bereicherung und Erfahrung für mich. Gut fände ich, wenn die Aufforstung noch intensiver betrieben wird, da manchmal auch nicht genug Bäume zum Setzen für uns vorhanden waren. Für mich war es immer ein Traum längere Zeit im Regenwald verbringen zu dürfen. Dieser übt seit jeher eine große Anziehungskraft auf mich aus und ich wurde nicht enttäuscht. Trotz der Abgeschiedenheit der Lodge und sehr begrenzten Empfang zur Außenwelt fühlte ich mich hier überaus wohl und so entspannt wie schon lange nicht. Einerseits herrscht hier eine tiefe Ruhe, andererseits hört man stets Geräusche vom Urwald. So tief verbunden mit der Natur war ich noch nie. Neben der ökologischen Vielfalt sind mir ganz besonders auch die Leute ans Herz gewachsen. Trotz eher geringer Spanischkenntnisse, welche sich während meines Aufenthaltes deutlich verbesserten, wurde ich sehr herzlich aufgenommen. Nach und nach wurde auch ich vom Pura Vida überschwemmt. Dieses Land mit seiner einzigartigen Natur und seinen herzlichen Menschen wird für immer in meinem Herzen bleiben und ich werde auf jeden Fall wieder zurückkommen."

Zoe K. (18) aus Berlin, Oktober – November 2014

"Auch für mich war der Aufenthalt auf der Selva Bananito Lodge einmalig. Das was man dort erlebt ist sehr besonders. In mehreren Sichten. Ich habe in Selva Bananito nicht nur viel über andere Menschen, die Natur, und ein vermeintlich anderes Leben gelernt – sondern eben auch über mich. An den Abenden nach der Arbeit bleibt einem Zeit, um zu denken, und zu genießen und plötzlich kommen Gedanken in einem auf, die nicht beschreibbar sind – aber dennoch irgendwie bewegend, voll positiver Energie und voller Liebe über das Leben welches man führt!
Alle Angestellten in Selva Bananito, sowohl als auch andere Freiwillige sind jeder auf ihre Art und Weise tolle Menschen. Wir haben oft an den Abenden zusammen gesessen und uns unterhalten, bei Kerzenlicht und zirpenden Zirpen. Bei Kerzenlicht habe ich geduscht. Bei Kerzenlicht habe ich Spanisch Vokabeln gelernt und bei Kerzenlicht haben wir den ein oder anderen Urwaldbesucher in unserem Bungalow willkommen geheißen.
Die Arbeiten bestanden für mich hauptsächlich darin Wege zu befestigen und säubern, Schilder zu basteln, die Hunde versorgen und die Pflanzen in der Aufforstungsstation auf Vordermann zu halten. Körperliche Fitness ist, wie von anderen angesprochen, wichtig. Besonders toll ist es auch das Gefühl zu erleben, eins mit dem Dreck zu sein. Es unterscheidet sich dann eben doch von Gartenarbeit. Für lange, schnelle Märsche hoch in den Regenwald ist ebenfalls Ausdauer angebracht. Darüber hinaus haben wir bei der Betreuung von Gästen geholfen.
Nach einiger Zeit tut es jedoch gut für eine kurze Zeit in der Zivilisation zu sein, sei es nur für ein paar Tage. Jetzt würde ich allerdings liebend gern wieder zurück! Die Umgebung Limón, ist eine meiner Lieblingsregionen in Costa Rica. Dort gibt es etwas Magisches, ein Gefühl, das einige von uns einfach erleben müssen."

Marie-Luisa W. (19) aus Rostock, Januar - Februar 2015

"Mein erster Tag im Regenwaldprojekt war nichts als ein einziger Schock: eine Stunde mit dem Auto zum nächsten Dörfchen, kein Internet, überall wo man sich umsieht nur Bäume, Bäume, Bäume. Aber schon nach wenigen Tagen begann ich, mich als Teil einer großen Familie zu fühlen und mich auf eine Zeit einzulassen, wie ich sie so sicher kein zweites Mal im Leben haben werde. Das Projekt hatte ich vor allem aus dem Grund ausgewählt, um mal wirklich was ganz anderes zu machen. Wann läuft man schonmal 7 Stunden mit Machete durch den Jungle? Trotz des relativ kurzen Aufenthalts von 5 Wochen kann ich auf viele Highlights zurückblicken: Abseilen von einer Felswand; Baumklettern in schwindeliger Höhe; ein Ozelot, das uns vor die im Wald montierte Überwachungskameras lief; eine Übernachtung auf einer Freiluftplattform umgeben von Tiergeräuschen aller Art, viele viele Stunden in der Hängematte und Zeit zum Nachdenken und tolle Wochenendausflüge mit den anderen Freiwilligen. Gefallen hat mir auch, dass mit zunehmendem beidseitigen Vertrauen zw. Betreuern und Freiwilligen selbständige und anspruchsvollere Aufgaben erteilt wurden. So durfte ich am Ende sogar als Guide für Touristen eine Reittour durchführen. Und wieder einmal habe ich gelernt: Was dich nicht umbringt macht dich stärker. Lasst euch auf das Leben in der Lodge ein und ihr werdet tolle Wochen verbringen. (Und nicht die langen Strümpfe für die Gummistiefel vergessen! ;))

Ursula R. (18) aus Kürnach, Januar – Februar 2015

"Ich habe drei Wochen im Regenwaldprojekt von first hand verbracht und danach zwei weitere auf der Ökofarm.
Die Lodge im Regenwald ist wunderschön und als Freiwilliger wohnt man normalerweise auch in einer der schönen Kabinen für die Gäste. Die Umgebung ist toll, einfach Natur pur (man muss auch 45 Minuten von nächsten Ort, Bananito, fahren, bis man die Lodge erreicht). Die Leute waren super nett (allerdings muss man sich in manchen Sachen erst mal an die Mentalität der Ticos gewöhnen). Als ich dort ankam, konnte ich wirklich so gut wie kein Spanisch und als mir klar geworden ist, dass nur ein oder zwei von den Leuten dort Englisch können, war ich etwas geschockt. Aber inzwischen bin ich froh darüber, ich habe so schnell und so viel gelernt - weil ich es eben sprechen musste. ..."

Sebastián L. (23) aus Wilen, Schweiz, Jan/Feb 2015

"Es war eine unglaubliche Erfahrung mit zahlreichen unvergesslichen Erlebnissen. Es war auch super organisiert, alles verlief nach Plan, grosses Kompliment an die Betreuung, die rund um die Uhr erreichbar war (muchas gracias Angie!). Es hat gut getan, eine Zeit lang ohne Internet und Kontakt zur Aussenwelt zu leben. Man kann sich ganz auf die Natur, die unglaubliche Flora und Fauna konzentrieren und Abstand vom alltäglichen Leben nehmen. Die Arbeit ist vielfältig und zwischendurch auch ziemlich anstrengend. Die Leute auf der Lodge sind sehr freundlich, unkompliziert und hilfsbereit. Ich habe eine sehr gute Zeit in der Selva Bananito verbracht."